Virtual Try-On (VTO)
Eine Technologie, die es Käufern ermöglicht, vor dem Kauf zu sehen, wie ein Produkt an ihnen (oder in ihrem Raum) aussieht.
Was ist Virtual Try-On?
Virtual Try-On (VTO) umfasst Technologien, mit denen Käufer vor dem Kauf sehen können, wie ein Produkt an ihnen aussieht: Kleidung am Körper, eine Brille im Gesicht, eine Uhr am Handgelenk. Es ersetzt die bloße Vorstellungskraft durch eine visuelle Antwort auf die Frage, die sich jeder Online-Shopper stellt: „Wie wird das an mir aussehen?“
Der Begriff deckt die gesamte Kategorie ab. Das Erlebnis für die Käufer wird meist als virtuelle Umkleidekabine bezeichnet, und der Einstiegspunkt auf der Produktseite ist das Try-On-Widget.
Die drei Hauptansätze
- AR-Try-On: Ein Live-Kamera-Overlay eines 3D-Produktmodells, das am Gesicht oder Körper verankert wird. Der Standard für feste Artikel wie Brillen, Uhren und Make-up.
- Generatives KI-Try-On: Mittels Garment Transfer wird das Produkt durch ein Diffusionsmodell auf ein Foto des Käufers gerendert. Standard bei Bekleidung, wo der Stoff je nach Körper und Pose neu gerendert werden muss.
- Avatar-basiertes Try-On: Das Produkt wird an einem 3D-Körpermodell gezeigt, das aus den Maßen des Käufers erstellt wurde. Wird hauptsächlich zur Größenberatung eingesetzt.

Wo es eingesetzt wird
- Produktseiten: Ein Try-On-Button neben dem In-den-Warenkorb-Button – die häufigste Platzierung.
- Marketing: Try-On-Ergebnisse, die von Käufern geteilt oder in E-Mail- und Social-Media-Kampagnen verwendet werden.
- Im Geschäft: QR-Codes und Smart Mirrors bringen dieselbe Technologie in den stationären Einzelhandel.
Die Produktabdeckung wurde stetig erweitert: Kleidung, Brillen, Schmuck, Schuhe, Hüte, Perücken, Handtaschen und Beauty-Produkte werden von aktuellen Systemen unterstützt.
FAQ
Deine Fragen, beantwortet.
Ist Virtual Try-On das Gleiche wie eine virtuelle Umkleidekabine?↓
Virtual Try-On bezeichnet die Technologiekategorie; die virtuelle Umkleidekabine ist das darauf aufbauende Kundenerlebnis. Im alltäglichen Gebrauch überschneiden sich die Begriffe stark.
Was benötigen Käufer, um Virtual Try-On zu nutzen?↓
Für das fotobasierte (generative) Try-On genügt ein klares, mit einem beliebigen Smartphone aufgenommenes Foto. Für das AR-Try-On wird ein Gerät mit Kamera benötigt. Bei browserbasierten Implementierungen ist kein App-Download erforderlich.
Verwandte Begriffe
- Virtuelle Umkleidekabine
- Ein digitales Erlebnis, mit dem Kunden vor dem Online-Kauf sehen können, wie Kleidung an ihnen aussieht.
- AR-Try-on
- Ein Echtzeit-Erlebnis, bei dem 3D-Produktmodelle über das Live-Kamerabild der Kundschaft gelegt werden.
- Garment Transfer
- Der KI-gestützte Prozess, bei dem ein Kleidungsstück von einem Produktfoto auf das Bild einer Person übertragen wird.
- Try-On Widget
- Das einbettbare UI-Element auf einer Produktseite, mit dem Kunden eine virtuelle Anprobe starten können, ohne den Shop zu verlassen.
- Echtzeit-Video-Try-On
- Generatives KI-Try-On, das auf einen Live-Video-Feed statt auf ein statisches Foto angewendet wird – wie ein digitaler Spiegel, der das Outfit wechselt.
- 3D-Körpermodell
- Ein anpassbares digitales Gittermodell des menschlichen Körpers, das aus Maßen oder Fotos generiert wird, um Passform und Größe zu simulieren.